Freitag, 12. Juni 2015

Ernährungsupdate

Auch meine Ernährung vollzog eine Entwicklung. 

Ich habe ja schon immer neben dem ethischen Aspekt "ich esse nichts tierisches." auf Gesundheitsförderlichkeit geachtet.

Vegan per se ist ja bereits super: Krebs-, Ostheoporose-, Athrose- und was auch immer -förderer ;) 
Dann kein Zucker. Vollwert. Bio. Nichts verarbeitetes. 
Ich habe mindestens 80 % meiner Kalorien aus Kohlehydraten aufgenommen, maximal 10 % aus Proteinen und maximal 10 % aus Fetten. 

Weiter ging es: Mein Interesse für ernährungswissenschaftliche Themen ließen mich auf High carb-low fat stoßen. 
Gemäß der Makronährstoffverteilung seine Kalorienbilanz des Tages anzeigen lassen: 

801010. 

Klassischerweise nach dem Vorreiter Dr. Graham rohköstlich und früchtebasiert.
Wieso so wenig Protein? Sportler benötigen doch Eiweiße? Graham führt in seinen Studien an, dass zu viel Proteine (genauso wie gekochte Kohlenhydrate wie Getreide) den Säure-Basenhaushalt in ein saures Milieu bringen und somit Krebs und weitere Zivilisationskrankheiten hervorrufen. 


Überschüssiges Fett im Blut hemmt die Produktion von Insulin, und verklebt die Wände der Blutgefässe, sodass der Zucker nicht durch die Zellwand aus der Blutbahn hinein in die Zellen transportiert werden kann.Zu viel Fett verdickt das Blut, wodurch die roten Blutkörperchen verklumpen, und so nicht ausreichend Sauerstoff zu den Zellen liefern können. Überschüssiges Fett blockiert ausserdem die Wirkung des Insulins, und Zucker kann nicht mehr aus dem Blut in die Zellen transportiert werden, was zu Zuckerkrankheit führen kann.

Außerdem isst man idR weniger Kohlenhydrate wenn man fettig ist. Der Körper fährt aber größtenteils auf carbs. Das Gehirn sogar vollständig. Man ist fitter und energiereicher. 


Von der Theorie war ich komplett überzeugt. Allerdings konnte ich noch nicht komplett roh essen. Also habe ich rawtill4 nach freelee und durianrider gemacht. Der Name ist Programm: vor vier Uhr ernährt man sich roh. Danach auch gekocht.
Ich habe auch gekochtes, glutenfreies Getreide gegessen: Amaranth, Quinoa (ja, ist nur Pseudogetreide), Hirse, Buchweizen oder auch gekochte (Süß-)Kartoffeln. 

Ich halte (insb. das Getreide) für wichtige Kalzium-, Magnesium- und Eisenquellen.

Und eine unglaubliche Entdeckung machte sich in meinem ehemaligen low-carb Gehirn breit:
Ich kann unrestriktiert essen, 3000 kcal, 4000 kcal und nehme KEINEN GRAMM ZU!!!

Wenn man sich daran hält und das Fett weglässt.

Gemäßigt in der Woche mal Sonnenblumenkerne (Kalzium), Kürbiskerne (Eisen, Selen, Magnesium) oderfrisch geschrotete Leinsamen (Omega 3 und 6) habe ich aber zum Salat schon gegessen. Aber dann in einem zeitlichen Abstand zu den (reichhaltigeren) carbs.



Mittlerweile war mir dieses ungezügelte Essen (woran ich anfangs so viel Freude hatte) aber zu viel. Zu viel und zu schwer (wahrscheinlich wäre komplett roh nicht so schwer).
Ich sehnte mich nach mehr Frische und Feuchtigkeit im Essen. Die Tür zum Rohen (und meinem langzeit Ziel) ist geöffnet. 


Parallel dazu befasste ich mich mit Fasten. Heilfasten. Entschlackung. Oder der Dauervariante Intermittent Fasting.

Stichwort ist hier die Autophagie. In Fastenphasen (ich esse nach dem Fast5 Konzept nur 1x am Tag und das in einem fünf-stündigen Intervall nach Feierabend) haben die Zellen endlich mal Zeit für sich. Selbstverdauung. Abgestorbene, nicht mehr benötigte oder gestörte Zellen werden aufgefressen. Lebensverlängernde Effekte konnten so nachgewiesen werden. Ich versuche von meinem Binging wegzukommen und möglichst frisch zu essen. 
Ein grüner Smoothie (am liebsten 100% Spinat) am Tag. 
Nur Bio. Pestizide bewussten Auges aufnehmen will ich nicht mehr.
Kein Fett, nichts verarbeitetes, kein Salz.
Wildkräuter.

Ich fühle mich mit dieser Ernährungsform derzeit sehr gut. Es macht für mich Sinn.
Das wichtigste aber: Ich fühle mich damit wohl.




1 Kommentar:

  1. Hallo, ist low carb nicht besser? Fürs abnehmen zumindest schätz ich, den zuviele Kohlenhydrate sind denk ich nicht so gesund.
    Aber cooler Blog! Ich mach auch Yoga :-)

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